Außenpools werden in Deutschland immer populärer. Aber mit der Anschaffung alleine ist es nicht getan. Wasserpflege ist das A und O für jeden Poolbesitzer. Nachdem der Pool nur selten neu befüllt wird, ist es außerordentlich wichtig, für klares und keimfreies Wasser zu sorgen, damit der erfrischende Spaß nicht zum gesundheitsschädlichen Albtraum wird.

Was beachten beim Wasser?
Die physikalische Aufbereitung wird von der im Pool integrierten Filteranlage durchgeführt. Neben der physikalischen Aufbereitung ist auch eine chemische Aufbereitung notwendig. Diese erfolgt durch Zusatz spezieller Substanzen wie Chlor, ph-Wert regulierende Mittel und Flockungsmittel. Auch die Verwendung von Anti-Algenmittel ist oftmals unumgänglich.

Bei der Erstbefüllung oder kompletten Neubefüllung muss zunächst der ph-Wert des Wassers bestimmt werden. Der ph-Wert sollte sich zwischen 7,2 und 7,6 befinden und kann je nach Bedarf mit ph-Wert Hebern oder Senkern auf diesen Bereich eingestellt werden. Zur ph-Wert Bestimmung gibt es Teststreifen, die sehr einfach in der Anwendung sind.

Ein weiterer Schritt bei einer Neubefüllung mit frischem Wasser ist die Desinfektion. Diese erfolgt mittels Chlor. In der Regel werden Chlortabletten oder auch Pulver verwendet. Nach Zugabe des Chlors (die Menge hängt von der Größe des Pools ab), wird der Chlorwert anhand eines Testgerätes ausgewertet. Nach ca. 24 Stunden sollte sich der Chlorgehalt des Wassers auf 0,6 – 1,0 mg/l. eingependelt haben.

Gerade bei hohen Wassertemperaturen kann es zu Algenbefall kommen. Dies zeichnet sich durch einen glitschigen Bodenbelag oder Beckenrand aus. In diesem Fall muss dem Wasser ein Anti-Algenmittel zugeführt werden.

Der im Pool integrierte Filter kann nur Teilchen ab einer bestimmten Größe filtern. Um kleinere Partikel zu entfernen, empfiehlt es sich ca. alle 14 Tage ein Flockungsmittel einzusetzen. Feine Schwebeteilchen werden zu größeren Teilchen zusammengeballt, die dann von der Filteranlage aufgefangen werden können.

Wie wird der Pool gereinigt?
Gerade bei einem Außenpool ist es nicht zu verhindern, dass Insekten oder auch Laub in den Pool fallen. Die Filteranlage kann bestimmte Verunreinigungen auffangen, jedoch müssen Partikel, die nicht gefiltert werden können, manuell entfernt werden. Hierfür wird in der Regel einen Kescher verwendet. Neben einem Kescher wird auch ein Bodensauger benötigt, um Verunreinigungen, die auf den Poolboden gesunken sind, zu entfernen.

Was tun im Winter?
Damit der Pool den Winter gut übersteht und auch im folgenden Jahr wieder zum Mittelpunkt des familiären Freizeitvergnügens wird, ist es nötig, einige Vorkehrungen zu treffen. Das Becken sollte keinesfalls komplett ausgelassen werden. Empfohlen ist es, so viel Wasser im Pool zu belassen, dass alle Einbauteile wasserfrei bleiben. Unerlässlich ist auch eine gründliche Boden- sowie Filterreinigung. Besonders bei Betonbecken macht es Sinn, sogenannte Eisdruckposter einzusetzen. Diese verhindern bei Frost auf der Wasseroberfläche Wandrisse. Zuletzt wird das Becken mit einer Plane abgedeckt.

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